Iran: Sit-in auf dem Bundesplatz

7.4.2026 – Seit heute Nachmittag findet auf dem Bundesplatz in Bern ein Sit-in der Gruppe Empathie und Einheit statt. Durch den friedlichen Protest kritisieren die abgewiesenen Asylsuchenden aus dem Iran die restriktive Iran-Praxis des Staatssekretariats für Migration (SEM). Die Lage im Iran ist desaströs. Aus der Luft drohen Bomben und Drohnen, während das Regime verstärkt gegen jegliche Opposition vorgeht. In der Schweiz wäre eine vorläufige Aufnahme das Mindeste. 

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Kundgebung: Stoppt die Ausschaffungen von eritreischen Geflüchteten aus Ägypten 

Montag, 9. März 2026, 11.00 Uhr, Thunplatz Bern

Seit Beginn dieses Jahres schieben die ägyptischen Behörden eritreische Geflüchtete mit brutaler Gewalt nach Eritrea ab. Viele von ihnen leben seit Jahren im Land und besitzen eigentlich einen von der UNO anerkannten Flüchtlingsstatus. Dennoch werden sie derzeit systematisch festgenommen, inhaftiert – darunter auch Kinder – und nach Eritrea abgeschoben.

Die ägyptischen Behörden gehen mit aussergewöhnlicher Härte vor. Polizei und Sicherheitskräfte suchen Geflüchtete gezielt in ihren Wohnungen oder an ihren Arbeitsplätzen auf und nehmen sie fest. Wer versucht zu fliehen, wird verprügelt. Zahlreiche Betroffene landen in Gefängnissen, andere werden direkt abgeschoben.

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Kundgebung für alle Iraner*innen in der Schweiz

Français ci-dessous/// Die Armeen der USA und Israel bombardieren den Iran. Während das Mullah-Regime sich an die Macht klammert, weitetet sich der Krieg auf die gesamte Region aus. Trotzdem weigert sich das Staatssekretariat für Migration (SEM), abgewiesene Iran*innen in der Schweiz besser zu schützen. Deshalb protestieren abgewiesene Iraner*innen der Gruppe Empathie und Einheit am 3. März 2026 vor dem SEM. Sie haben die Kundgebung in Zusammenarbeit mit dem Migrant Solidarity Network organisiert.

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Einschluss gegen Ausschluss: Direkte Aktion von abgewiesenen Asylsuchenden gegen das schwyzer Nothilferegime

Heute haben die Bewohner des Nothilfecamps Kaltbach in Schwyz eine starke Protestaktion durchgeführt. Die abgewiesenen Personen weigerten sich morgens den Wohncontainer zu verlassen. Sie verbarrikadierten den Eingang. Mehrere Personen solidarisierten sich ausserhalb des Container. Medienschaffende von WOZ, Das Lamm und Bote der Urschweiz berichteten.

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Demonstration: Vorläufige Aufnahmen für abgewiesene Iraner*innen

Heute Mittag haben abgewiesene iranische Asylsuchende vor dem Staatssekretariat für Migration demonstriert. Im Rahmen der Demonstration wurde dem Staatssekretariat für Migration ein offener Brief mit den Forderungen überreicht. Angesichts der blutigen Repression des iranischen Regimes, bei denen tausende Protestierende brutal getötet wurden, brauche es dringend eine grundlegende Änderung der Asylpraxis in Bezug auf den Iran.

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Demonstration für einen sofortigen Ausschaffungsstopp nach Iran

Montag, 26. Januar 2026 | 12.00 Uhr // Staatssekretariat für Migration (SEM), Wabern bei Bern

Nach den blutigen Repressionen des iranischen Regimes im Januar, bei denen tausende Protestierende brutal getötet wurden, fordern abgewiesene iranische Asylsuchende in der Schweiz einen sofortigen Stopp aller Ausschaffungen nach Iran.

„Unter dem Mullah-Regime ist eine sichere Rückkehr und Reintegration unmöglich.“ Abgewiesene Iraner*innen der Gruppe Empathie und Einheit

Mit einer Demonstration vor dem Staatssekretariat für Migration (SEM) verlangen sie eine grundlegende Änderung der Schweizer Asylpraxis gegenüber Iran. Organisiert wird der Protest von der Gruppe Empathie und Einheit, die rund einen Drittel der abgewiesenen Iraner*innen in der Schweiz vertritt.

Zentrale Forderungen

Die Demonstrierenden fordern:

  • Wiedererwägungs- und Mehrfachgesuche abgewiesener Iraner*innen müssen mindestens zu einer vorläufigen Aufnahme führen
  • Asyl und Schutz für iranische Asylsuchende angesichts der anhaltenden systematischen Verfolgung im Iran
  • Sofortige Einstufung von Ausschaffungen nach Iran als unzulässig und unzumutbar

Diese Forderungen decken sich mit den aktuellen Einschätzungen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, welche die Sicherheitslage im Iran als äusserst prekär beurteilt.

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Zu den Protesten in Iran: Mit dem Schweigen brechen

Wie ordnen wir die Proteste im Iran ein und was fordern wir als Migrant Solidarity Network?

In Teheran entzündete sich am 28. Dezember 2025 eine gewaltige Protestwelle. In wenigen Tagen erfassten die Proteste den gesamten Iran. Mit der Ausweitung radikalisierten sich auch die Forderungen. Was als ökonomischer Streik des regimetreuen Handelskapitals auf dem Basar von Teheran begann, wandelte sich zu einem landesweiten Aufstand gegen das Mullah-Regime.

DiBewegung wird als grösser und proletarischer und heterogener als die Jina-Bewegung beschrieben. Die Proteste sind geprägt von der Wut, Verzweiflung und Hoffnung unzähliger junger und verarmter Menschen. Die Proteste entwickeln sich vorwiegend spontan, nachts auf der Strasse und ohne zentral steuernde Kraft. Rasch beteiligen sich auch Zusammenhänge der Jina-Bewegung und Organisationen diverser Minderheiten des Iran. Auch rechtskonservative Kreise wie jene der Monarchist*innen spielen eine Rolle. Diese fordern die Rückkehr von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Dieser bietet sich an, das Land nach einem Sturz von Innen oder einem Militärschlag von Aussen mit einer patriarchalen, persisch-nationalistischen und pro-westlichen Agenda zu regieren.

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Erneuter Protest in der Nothilfebaracke Kaltbach in Schwyz

Die Temperaturen sind eisig, es schneit den ganzen Tag, doch Bewohner des Bunkers Kaltbach mussten die Tage draussen verbringen. Erneut wehren sie sich. Mit Erfolg!

Der Januar 2026 startete kalt. Deshalb leisten die Bewohner*innen des Bunkers in Kaltbach Schwyz erneut Widerstand und organisieren einen Protestmarsch zum Migrationsamt Schwyz. Dort warten sie vor dem Schalter des Amtes. Sie fordern, dass die Baracke auch tagsüber geöffnet bleibt. Aber das Amt schweigt. Sie redet nicht mit den Bewohnern! Milad erklärt:

„Sie sitzen in ihren warmen Büros und entscheiden, wie wir den Tag in der Kälte verbringen“!

Stunden warten sie auf eine Antwort. Auf eine würdige Unterbringung. Bis das Amt schliesst.

Die Bewohner musste sich bereits letztes Jahr gegen die unhaltbaren Zustände in der Nothilfebaracke in Kaltbach wehren. Denn die Baracken sind eng, stickig und schlecht isoliert. Die Leute dürfen den Ort nur von 19.00 am Abend bis um 9.30 am Morgen benutzen. Der Bunker ist also tagsüber geschlossen und die Bewohner*innen der Nothilfebaracke müssen ihre Zeit draussen verbringen. Es hat ein Badezimmer zum Duschen, zwei Toiletten für über 20 Personen. Drei Räume mit vier Etagenbetten, das Atmen ist schwer wegen mangelndem Sauerstoff. 

Beim ersten Protest blieb das Migrationsamt hart. Diesmal aber hat der Protest Erfolg. Am nächsten Tag blieb die Baracke auch durch den Tag geöffnet. Ein kleiner Erfolg bei eisigen Temperaturen!