100 Leute protestieren gegen die Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya und Dilan Özgun.

Bahar Yalçınkaya wurde am 4. August gewaltsam zusammen mit ihren beiden Kindern aus dem Rückkehrzentrum Oberhalden Finkenried im Kanton Zürich in die Türkei abgeschoben. Sie befindet sich mit ihrem 15 Monate alten Baby im Frauengefängnis Bakirköy in Istanbul. Ihre 5-jährige Tochter wurde von ihr getrennt. Yalçınkaya Anwalt hat das SEM (Staatssekretariat für Migration) vor einer möglichen Festnahme und Inhaftierung bei einer Abschiebung gewarnt. 

Am Morgen des Protesttages wurde im gleichen Camp eine weitere Ausschaffung versucht:  Dilan Özgun und ihre Familie aus dem Camp Hinteregg sollte ebenfalls in die Türkei ausgeschafft werden. Die Familie wehrte sich jedoch so stark, dass die Ausschaffung abgebrochen wurde. Viele Campbewohner*innen halfen ebenfalls, die Ausschaffung zu verhindern: mit Protestrufen und Diskussionen mit der Polizei, bis diese abzog. 

Dass das SEM, zwei Wochen nach Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya und deren sofortigen Inhaftierung in der Türkei eine weitere kurdische Familie in Erdogans Regime zurückschaffen wollte, zeugt von der Härte des Asylregimes, aber auch davon, dass die Bundesbehörde die Umstände nicht zugunsten der Betroffenen berücksichtigt. Die Rede des kurdischen Frauenrates an der Kundgebung bringt dies auf den Punkt:

“Die Fälle Bahar Yalçınkaya und Dilan Özgün reihen sich in ein dokumentiertes, wiederkehrendes Muster ein und machen deutlich, dass im Schweizer Asylsystem Menschenverachtung längst zum System geworden ist. Gewaltsame Zwangsausschaffungen als «notwendige Verwaltungspraxis» zu verharmlosen, normalisiert Gewalt und die Missachtung von menschenrechtlichen Mindeststandards.” (Kurdischer Frauenrat Bern)

Eine sofortige Praxisänderung hinsichtlich der Ausschaffungen in die Türkei wäre die einzig angemessene Reaktion.

Der Protest richtete sich gegen alle Ausschaffungen, gegen die angewendete psychische und physische Gewalt bei den Ausschaffungen aber auch gegen die psychisch krankmachenden Bedingungen des schweizerischen Asylsystems und den Asylunterbringungen.

Presseerklärung der Organisationen

Nein zu Deportationen

Protest und- Solidaritätskundgebung gegen die Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya 

Montag, 17. August 2026, 14.00

Staatssekretariat für Migration, Wabern

Die Protestierenden stehen solidarisch an der Seite aller Menschen, die abgeschoben wurden oder von einer Abschiebung bedroht sind. Als Zeichen der Solidarität gibt es eine Kundgebung vor dem SEM mit einer Pressekonferenz.

Abschiebung in die Türkei

Bahar Yalçınkaya wurde am 4. August gewaltsam zusammen mit ihren beiden Kindern aus dem Rückkehrzentrum Oberhalden Finkenried im Kanton Zürich in die Türkei abgeschoben. Sie befindet sich mit ihrem 15 Monate alten Baby im Frauengefängnis Bakirköy in Istanbul. Ihre 5-jährige Tochter wurde von ihr getrennt. 

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Wie heiss ist es im Regionalgefängnis Bern?

Laut einem Hitze-Tool der Zeitung “Der Bund” stieg die Hitzeempfindung im Bollwerk, wo das Regio-Gefängnis steht, bereits über 40°. So krass! Wie heiss ist es innerhalb des überbelegten Gefängnis? Wie hoch ist der Hitzestress der inhaftierten Personen? Schützt das Gefängnis vor Hitze? Die Behörden weigern sich bisher, uns diese Fragen zu beantworten. Klar ist nur, dass sie keine systematischen Messungen von Temperatur und Luftqualität gemacht werden. Kein Hinweis dafür, dass die Behörden ihre Fürsorgepflicht ernst nehmen.

Möglicherweise Folter aufgrund von Überbelegung

Unabhängig von der Hitze herrschen im Regionalgefängnis Bern unhaltbare Zustände. Dies stellte auch die Antifolterkommission NKVF im neuesten Bericht fest. Aufgrund der Überbelegung seien bis zu vier Personen in engen Zellen während 22 Stunden pro Tag isoliert. Die Licht- und Luftverhältnisse seien „problematisch“, die sanitären Anlagen „menschenunwürdig“, die hygienischen Zustände „untragbar“. Das Fazit der NKVF ist alarmierend: Möglicherweise finde im Regionalgefängnis Bern Folter statt.

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Zürich: Sit-in von abgewiesenen Asylsuchenden aus dem Iran beendet

Am einwöchigen Sit-in vor der Kirche Offener St. Jakob in Zürich haben sich vierzig abgewiesene Asylsuchende aus dem Iran beteiligt. Viele von ihnen befinden sich seit Jahren in der Schweiz und müssen hier unter prekärsten Bedingungen (über)leben. Ziel des Protests ist ein besserer Schutz sowie bessere Perspektiven für abgewiesene Asylsuchende aus dem Iran. «Das iranische Regime raubte unsere Zukunft, und die Schweiz verweigert sie uns», sagt Firoozeh Miyandar von der Gruppe Empathie und Einheit, die den Protest organisiert hat.

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Zürich: Sit-In von abgewiesenen Asylsuchenden aus dem Iran

Am Montag startete der Sitzstreik von abgewiesenen geflüchteten Iraner*innen. Der Protest findet vor der Kirche Offener St. Jakob statt und dauert bis zum 12. Juni. Das Ziel der Protestwoche ist es, Schutz und Perspektiven für alle Iraner*innen in der Schweiz und im Iran zu fördern. Die schweizer Asylschutzquote liegt deutlich unter 50%, trotz der katastrophalen Lage im Iran. Das Sit-in will sichtbar machen, was sonst verborgen bleibt.

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Fremdenpolizei, die zweite Schweiz und das Potenzial zum Faschismus

Rede am Antifaschistischen Nachmittagsspaziergang in Bern, 30. Mai 2026

Beobachtet: Unbekannte errichten eine Mauer vor einem Eingang zur Frepo während der Demo am 30. Mai 2026

Wir stehen hier vor der Fremdenpolizei. Fremdenpolizei. Immerhin ist dieser Name ehrlich. Anderswo trägt dieselbe Behörde beschönigende Namen wie «Amt für Bevölkerungsdienste», «Migrationsdienst» oder «Staatssekretariat für Migration». Namen, die verschleiern sollen, worum es wirklich geht.

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Feministische Perspektiven auf das Schweizer Migrationsregime

Im Mai 2026 erarbeiten sechs kurdischen Frauen aus Zürich eine Broschüre zu ihren Erfahrungen im Campsystem und ihren politischen Forderungen. Sie sind alle Teil des «Bündnis Stop Deportation», und organisieren sich dort gegen die sich häufenden Ausschaffungen in die Türkei. Die Broschüre wurde erstmals an einer Veranstaltung am 1. Mai 2026 in Zürich präsentiert und ist sowohl auf deutsch, wie auch auf türkisch verfügbar.

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Iran: Sit-in auf dem Bundesplatz

7.4.2026 – Seit heute Nachmittag findet auf dem Bundesplatz in Bern ein Sit-in der Gruppe Empathie und Einheit statt. Durch den friedlichen Protest kritisieren die abgewiesenen Asylsuchenden aus dem Iran die restriktive Iran-Praxis des Staatssekretariats für Migration (SEM). Die Lage im Iran ist desaströs. Aus der Luft drohen Bomben und Drohnen, während das Regime verstärkt gegen jegliche Opposition vorgeht. In der Schweiz wäre eine vorläufige Aufnahme das Mindeste. 

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Kundgebung: Stoppt die Ausschaffungen von eritreischen Geflüchteten aus Ägypten 

Montag, 9. März 2026, 11.00 Uhr, Thunplatz Bern

Seit Beginn dieses Jahres schieben die ägyptischen Behörden eritreische Geflüchtete mit brutaler Gewalt nach Eritrea ab. Viele von ihnen leben seit Jahren im Land und besitzen eigentlich einen von der UNO anerkannten Flüchtlingsstatus. Dennoch werden sie derzeit systematisch festgenommen, inhaftiert – darunter auch Kinder – und nach Eritrea abgeschoben.

Die ägyptischen Behörden gehen mit aussergewöhnlicher Härte vor. Polizei und Sicherheitskräfte suchen Geflüchtete gezielt in ihren Wohnungen oder an ihren Arbeitsplätzen auf und nehmen sie fest. Wer versucht zu fliehen, wird verprügelt. Zahlreiche Betroffene landen in Gefängnissen, andere werden direkt abgeschoben.

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