#WirbleibeninBiel: Aktionswoche

18.6.2022 | 10–14h | Epicerie Schützengasse 79a | Biel

DE: Spiel, Plausch und Austausch im Park: Tafel für alle (bring was fürs Buffet mit), Infotisch, Spielekiste, Transpi und T-Shirt bemalen (bring dein T-Shirt mit), Musik und mehr
FR: Jeu, divertissement et échange dans le parc : une table pour toutes et tous (apportez quelque chose pour le buffet), une table d’information, une caisse de jeux, peindre une banderole et des t-shirts (apportez votre t-shirt), musique et bien d’autres choses encore.

ab/dès 17h | Paul-Robert-Weg 5
DE: Fussballspiel für Klein und Gross!
FR: match de foot pour petits et grands !

22.6.22 | ab/dès 17h | Paul-Robert-Weg 5

DE: Fussballspiel zum Zweiten!
FR: match de foot pour la deuxième fois !

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Gefordert: Ein Moratorium für das Rückkehrcamp Gampelen

Das Rückkehrcamp Gampelen liegt ausserhalb von Gampelen – irgendwo verloren im grossen Moos.

(Français, English) Philippe Müller und die Berner Migrationsbehörden wollen offensichtlich die übrigbleibenden 50 Personen des Rückkehrcamps Bözingen nach Gampelen zwangstransferieren. Dies, obwohl (1) seit dem Tod von Nesurasa nicht abgeklärt wurde, ob im Rückkehrcamp Gampelen das Recht auf Leben genügend geschützt ist bzw. ob der Kanton und/oder die mandatierte ORS AG ihre Fürsorge- und Schutzpflichten verletzt haben. Die angekündigten Transfers übergehen (2) die abgewiesenen asylsuchenden Aktivist*innen der Gruppe “Stop Isolation Bözingen”. Zusammen mit solidarischen Personen und Organisationen fordern sie als #WirbleibeninBiel seit Monaten einen Ort für eine Kollektivprivatunterkunft in Biel. (3) Schliesslich würde Philiippe Müller mit den Transfers nach Gampelen die Empfehlungen der Nationalen Kommission zur Verhütung von Folter (NKVF) missachten. In Gampelen die Belegung zu erhöhen, ist gemäss NKVF-Bericht schlicht “unzumutbar” (Seite 5).

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1-4 Suizidversuche pro Woche pro BAZ: Spielt das SEM mit seiner Fürsorge- und Schutzpflicht für das Recht auf Leben?

Quelle: Solinetz Luzern

Es sind alarmierende und skandalöse Zahlen. Allein im Bundesasylzentrum (BAZ) in Boudry haben sich mindestens zwei Personen das Leben genommen. Laut einer vom Staatssekretariat für Migration (SEM) in Auftrag gegebenen Studie von UNISANTÉ/CHUV kommt es in den BAZ Boudry, Vallorbe und Giffers jede Woche zu 1-4 Suizidversuchen/Selbstschädigungen. “Offensichtlich unternimmt das SEM zu wenig, um das Recht auf Leben in diesen BAZ genügend zu schützen”, kritisiert das Migrant Solidarity Network und fordert vom SEM Zahlen und Erklärungen zur Lage in den anderen Asylregionen der Schweiz.

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Mehrfach marginalisiert: gewaltbetroffene Frauen und ihre Familien in Rückkehrcamps

#WirbleibeninBiel: Brava bezieht sich heute am 14. Juni am feministischen Streiktag spezifisch auf die Situation von Frauen des Rückkehrcamps in Bözingen.

Für gewaltbetroffene Frauen und ihre Familien, was leider die grosse Mehrheit aller geflüchteten Frauen ausmacht, ist es essentiell, dass sie zur Ruhe kommen und Stabilität erfahren können.

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Wir bleiben in Biel: Aktion vor dem Bieler Parlament

DE: Der Bieler Gemeinderat hat auf die Forderung “Wir bleiben in Biel” enttäuschend geantwortet. Nun ist das Parlament der Stadt Biel gefragt. Aktivist*innen von Stop Isolation Bözingen, Migrant Solidarty Network und solidarische Bieler*innen richteten sich heute an die Stadträt*innen. Für ein selbstbestimmten neuen Wohnort hätte es in Biel Platz… z.B. im leerstehenden ehemaligen Altersheim «Oberes Ried».

EN: The Biel City Council has given a disappointing answer to the demand “We stay in Biel”. Now it is up to the parliament of the city of Biel. Today activists from Stop Isolation Bözingen, Migrant Solidarty Network and solidary Bieler*innen addressed the city councilors.

FR: Le Conseil Communal de Bienne a répondu de manière décevante à la revendication “Nous restons à Bienne”. C’est maintenant au parlement de la ville de Bienne de se prononcer. Aujourd’hui, des activistes de Stop Isolation Boujean, Migrant Solidarty Network et des Biennoises solidaires se sont adressés au Parlement.

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Soliparty für die Familie von Nesurasa

18. Juni 2022, ab 17:00
Auf dem Wagenplatz Bethlehem, Bern

(Mit dem Postauto bis Melchiorstrasse und dann Wegweiser folgen)

Das Asylregime in der Schweiz tötet. Nesurasa ist einer von vielen, der einen entwürdigenden Helvetizid erfahren musste. Am 15. Februar 2022 wurde er zuletzt gesehen von seinem Zimmermitbewohner, sein Leichnam wurde erst am Freitag darauf auf dem Feld ungefähr 500m vom Rückkehrlager Gampelen entfernt gefunden.

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Biel: Solidemo und Kritik-Picknick

In Biel fand heute ein Aktionstag zur Forderung „Wir bleiben in Biel“ statt. Aufgerufen hatten „Stop Isolation Bözingen“ – eine Gruppe in der sich Bewohner*innen des Rückkehrcamps Bözingen organisieren – zusammen mit dem Migrant Solidarity Network. Am Mittag startete eine Solidemo in der Bieler Innenstadt und führte zum leerstehenden ehemaligen Altersheim „Oberes Ried“, wo ein „Kritik-Picknick“ stattfand. Der Ort könnte ein mögliches Zuhause bieten.

Mehr Infos:

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Bieler Gemeinderat will Menschen des Rückkehrcamps Bözingen im Stich lassen

„Wir bleiben in Biel“ rund um diese Forderungen organisieren sich seit Monaten Menschen im und um das Rückkehrcamp Bözingen in Biel. Am Sonntag 29. Mai findet erneut ein solidarischer Protest statt. Durch die Stadt zum leerstehenden ehemaligen Altersheim “Oberes Ried” . Denn den Bewohnenden droht die Isolation in abgelegenere Rückkehrcamps. „Wir wollen nicht weg von Biel“, sagen die geflüchteten Aktivist*innen der Gruppe „Stop Isolation Bözingen“. Mit ihnen solidarisiert sich der Pastoralraum Biel-Pieterlen neu auch in einer öffentlichen Stellungnahme. Unsolidarisch reagierte vor ein paar Tagen der Bieler Gemeinderat. Die Anliegen seien für ihn zwar „sehr gut nachvollziehbar“, doch er fühle sich nicht zuständig solange der Kanton die Forderung nicht auch unterstütze. Dies schreibt er in seiner gemeinsamen Antwort auf eine erste Petition der 54 Bewohner*innen des Rückkehrcamps und eine zweite Petition der Bevölkerung mit 1000 Unterschriften.

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Asylsymposium: KKS, SEM, EDA, UNHCR? SFH = QGO ≠ NGO

Heute startet an der Fabrikstrasse in Bern das Asylsymposium der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH). Das Wort erhalten aber nicht Geflüchtete oder Migrant*innen. Die SFH sucht stattdessen einmal mehr die Nähe zur Verwaltung der Asylmaschinerie und positioniert sich so al quasi-gouvernementale Organisation. Stargäste auf der SFH-Bühne sind nämlich Bundesrätin Karin Keller Suter (KKS), Christine Schraner Burgener vom Staatssekretariats für Migration (SEM) sowie ranghohe Vertreter*innen vom Eidgenössischen Departement für Äusseres (EDA) oder vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Diskutiert wird über den «Zugang zu Schutz». Doch dieser, so die Kritik von MSN, wird nicht verbessert durch das Verteidigen eines kolonialen Grenzregimes und Frontex. Und auch nicht durch die Mitverwaltung des entrechtenden, zermürbenden, isolierenden Asylregimes.

Quasi-Governemental-Organisation oder Non-Gevernemental-Organisation?
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