Spontankundgebung: Familie P. soll bleiben dürfen

Also komm, wenn du es dir irgendwie einrichten kannst, am Freitag auf den Bundesplatz.

🗓️Diesen Freitag, 2. Oktober 2026
🕑14:00 Uhr
📍Bundesplatz Bern
‼️bewilligt

DRINGEND! Bereits nächste Woche soll die Familie P. nach Rumänien und von dort aus nach Sri Lanka abgeschoben werden. In Sri Lanka droht den Eltern politische Verfolgung, Inhaftierung und Folter. Wir können sie und ihre 2-jährige Tochter vor allem schützen, in dem wir präsent sind und Aufmerksamkeit auf ihr drohendes Schicksal lenken!

Also komm, wenn du es dir irgendwie einrichten kannst, am Freitag auf den Bundesplatz.

100 Leute protestieren gegen die Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya und Dilan Özgun.

Bahar Yalçınkaya wurde am 4. August gewaltsam zusammen mit ihren beiden Kindern aus dem Rückkehrzentrum Oberhalden Finkenried im Kanton Zürich in die Türkei abgeschoben. Sie befindet sich mit ihrem 15 Monate alten Baby im Frauengefängnis Bakirköy in Istanbul. Ihre 5-jährige Tochter wurde von ihr getrennt. Yalçınkaya Anwalt hat das SEM (Staatssekretariat für Migration) vor einer möglichen Festnahme und Inhaftierung bei einer Abschiebung gewarnt. 

Am Morgen des Protesttages wurde im gleichen Camp eine weitere Ausschaffung versucht:  Dilan Özgun und ihre Familie aus dem Camp Hinteregg sollte ebenfalls in die Türkei ausgeschafft werden. Die Familie wehrte sich jedoch so stark, dass die Ausschaffung abgebrochen wurde. Viele Campbewohner*innen halfen ebenfalls, die Ausschaffung zu verhindern: mit Protestrufen und Diskussionen mit der Polizei, bis diese abzog. 

Dass das SEM, zwei Wochen nach Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya und deren sofortigen Inhaftierung in der Türkei eine weitere kurdische Familie in Erdogans Regime zurückschaffen wollte, zeugt von der Härte des Asylregimes, aber auch davon, dass die Bundesbehörde die Umstände nicht zugunsten der Betroffenen berücksichtigt. Die Rede des kurdischen Frauenrates an der Kundgebung bringt dies auf den Punkt:

“Die Fälle Bahar Yalçınkaya und Dilan Özgün reihen sich in ein dokumentiertes, wiederkehrendes Muster ein und machen deutlich, dass im Schweizer Asylsystem Menschenverachtung längst zum System geworden ist. Gewaltsame Zwangsausschaffungen als «notwendige Verwaltungspraxis» zu verharmlosen, normalisiert Gewalt und die Missachtung von menschenrechtlichen Mindeststandards.” (Kurdischer Frauenrat Bern)

Eine sofortige Praxisänderung hinsichtlich der Ausschaffungen in die Türkei wäre die einzig angemessene Reaktion.

Der Protest richtete sich gegen alle Ausschaffungen, gegen die angewendete psychische und physische Gewalt bei den Ausschaffungen aber auch gegen die psychisch krankmachenden Bedingungen des schweizerischen Asylsystems und den Asylunterbringungen.

Presseerklärung der Organisationen

Nein zu Deportationen

Protest und- Solidaritätskundgebung gegen die Ausschaffung von Bahar Yalçınkaya 

Montag, 17. August 2026, 14.00

Staatssekretariat für Migration, Wabern

Die Protestierenden stehen solidarisch an der Seite aller Menschen, die abgeschoben wurden oder von einer Abschiebung bedroht sind. Als Zeichen der Solidarität gibt es eine Kundgebung vor dem SEM mit einer Pressekonferenz.

Abschiebung in die Türkei

Bahar Yalçınkaya wurde am 4. August gewaltsam zusammen mit ihren beiden Kindern aus dem Rückkehrzentrum Oberhalden Finkenried im Kanton Zürich in die Türkei abgeschoben. Sie befindet sich mit ihrem 15 Monate alten Baby im Frauengefängnis Bakirköy in Istanbul. Ihre 5-jährige Tochter wurde von ihr getrennt. 

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Kundgebung: Stoppt die Ausschaffungen von eritreischen Geflüchteten aus Ägypten 

Montag, 9. März 2026, 11.00 Uhr, Thunplatz Bern

Seit Beginn dieses Jahres schieben die ägyptischen Behörden eritreische Geflüchtete mit brutaler Gewalt nach Eritrea ab. Viele von ihnen leben seit Jahren im Land und besitzen eigentlich einen von der UNO anerkannten Flüchtlingsstatus. Dennoch werden sie derzeit systematisch festgenommen, inhaftiert – darunter auch Kinder – und nach Eritrea abgeschoben.

Die ägyptischen Behörden gehen mit aussergewöhnlicher Härte vor. Polizei und Sicherheitskräfte suchen Geflüchtete gezielt in ihren Wohnungen oder an ihren Arbeitsplätzen auf und nehmen sie fest. Wer versucht zu fliehen, wird verprügelt. Zahlreiche Betroffene landen in Gefängnissen, andere werden direkt abgeschoben.

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Demonstration für einen sofortigen Ausschaffungsstopp nach Iran

Montag, 26. Januar 2026 | 12.00 Uhr // Staatssekretariat für Migration (SEM), Wabern bei Bern

Nach den blutigen Repressionen des iranischen Regimes im Januar, bei denen tausende Protestierende brutal getötet wurden, fordern abgewiesene iranische Asylsuchende in der Schweiz einen sofortigen Stopp aller Ausschaffungen nach Iran.

„Unter dem Mullah-Regime ist eine sichere Rückkehr und Reintegration unmöglich.“ Abgewiesene Iraner*innen der Gruppe Empathie und Einheit

Mit einer Demonstration vor dem Staatssekretariat für Migration (SEM) verlangen sie eine grundlegende Änderung der Schweizer Asylpraxis gegenüber Iran. Organisiert wird der Protest von der Gruppe Empathie und Einheit, die rund einen Drittel der abgewiesenen Iraner*innen in der Schweiz vertritt.

Zentrale Forderungen

Die Demonstrierenden fordern:

  • Wiedererwägungs- und Mehrfachgesuche abgewiesener Iraner*innen müssen mindestens zu einer vorläufigen Aufnahme führen
  • Asyl und Schutz für iranische Asylsuchende angesichts der anhaltenden systematischen Verfolgung im Iran
  • Sofortige Einstufung von Ausschaffungen nach Iran als unzulässig und unzumutbar

Diese Forderungen decken sich mit den aktuellen Einschätzungen der Schweizerischen Flüchtlingshilfe, welche die Sicherheitslage im Iran als äusserst prekär beurteilt.

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Zu den Protesten in Iran: Mit dem Schweigen brechen

Wie ordnen wir die Proteste im Iran ein und was fordern wir als Migrant Solidarity Network?

In Teheran entzündete sich am 28. Dezember 2025 eine gewaltige Protestwelle. In wenigen Tagen erfassten die Proteste den gesamten Iran. Mit der Ausweitung radikalisierten sich auch die Forderungen. Was als ökonomischer Streik des regimetreuen Handelskapitals auf dem Basar von Teheran begann, wandelte sich zu einem landesweiten Aufstand gegen das Mullah-Regime.

Die Bewegung wird als grösser und proletarischer und heterogener als die Jina-Bewegung beschrieben. Die Proteste sind geprägt von der Wut, Verzweiflung und Hoffnung unzähliger junger und verarmter Menschen. Die Proteste entwickeln sich vorwiegend spontan, nachts auf der Strasse und ohne zentral steuernde Kraft. Rasch beteiligen sich auch Zusammenhänge der Jina-Bewegung und Organisationen diverser Minderheiten des Iran. Auch rechtskonservative Kreise wie jene der Monarchist*innen spielen eine Rolle. Diese fordern die Rückkehr von Reza Pahlavi, dem Sohn des 1979 gestürzten Schahs. Dieser bietet sich an, das Land nach einem Sturz von Innen oder einem Militärschlag von Aussen mit einer patriarchalen, persisch-nationalistischen und pro-westlichen Agenda zu regieren.

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Erneuter Protest in der Nothilfebaracke Kaltbach in Schwyz

Die Temperaturen sind eisig, es schneit den ganzen Tag, doch Bewohner des Bunkers Kaltbach mussten die Tage draussen verbringen. Erneut wehren sie sich. Mit Erfolg!

Der Januar 2026 startete kalt. Deshalb leisten die Bewohner*innen des Bunkers in Kaltbach Schwyz erneut Widerstand und organisieren einen Protestmarsch zum Migrationsamt Schwyz. Dort warten sie vor dem Schalter des Amtes. Sie fordern, dass die Baracke auch tagsüber geöffnet bleibt. Aber das Amt schweigt. Sie redet nicht mit den Bewohnern! Milad erklärt:

„Sie sitzen in ihren warmen Büros und entscheiden, wie wir den Tag in der Kälte verbringen“!

Stunden warten sie auf eine Antwort. Auf eine würdige Unterbringung. Bis das Amt schliesst.

Die Bewohner musste sich bereits letztes Jahr gegen die unhaltbaren Zustände in der Nothilfebaracke in Kaltbach wehren. Denn die Baracken sind eng, stickig und schlecht isoliert. Die Leute dürfen den Ort nur von 19.00 am Abend bis um 9.30 am Morgen benutzen. Der Bunker ist also tagsüber geschlossen und die Bewohner*innen der Nothilfebaracke müssen ihre Zeit draussen verbringen. Es hat ein Badezimmer zum Duschen, zwei Toiletten für über 20 Personen. Drei Räume mit vier Etagenbetten, das Atmen ist schwer wegen mangelndem Sauerstoff. 

Beim ersten Protest blieb das Migrationsamt hart. Diesmal aber hat der Protest Erfolg. Am nächsten Tag blieb die Baracke auch durch den Tag geöffnet. Ein kleiner Erfolg bei eisigen Temperaturen!

Erfolg auf der ganzen Linie für #stopdublingreece

von #stopdublingreece

Als Initiative „Stop Dublin Greece“ haben wir seit Langem einen intensiven Kampf geführt. Dieser hat nun mit einer positiven Entscheidung des Schweizerischen Bundesgerichts geendet: Unser Dublin-Verfahren ist offiziell abgeschlossen. Dank dieses Urteils haben wir das Recht erlangt, unser Aufenthaltsverfahren in der Schweiz fortzuführen.

Demonstration, Bern, Mai 2025

Die Entscheidung des Bundesgerichts ist nicht nur ein juristisches Ergebnis, sondern zugleich ein konkreter Schritt zur Achtung der Menschenrechte, des Rechts auf ein faires Verfahren und des Schutzes der Rechte von Geflüchteten. Dafür möchten wir dem Schweizerischen Bundesgericht ebenfalls unseren Dank aussprechen.

Dieser wichtige Erfolg ist nicht nur unser persönlicher Gewinn, sondern das Ergebnis eines mit Solidarität geführten gemeinsamen Kampfes. Von Beginn an an unserer Seite stehenden, unsere Stimme verstärkenden sowie rechtliche und menschliche Unterstützung leistenden allen Organisationen und Solidaritätsnetzwerken danken wir von Herzen.

Die von uns gegründete Plattform „Stop Dublin Greece“ hat damit ihren Zweck erfüllt. In der kommenden Zeit werden wir unser Leben in der Schweiz in Sicherheit und Würde aufbauen und uns weiterhin auf andere Probleme in der Migrationspolitik konzentrieren.

Solidarität mit Demo: Psychische Gesundheit für alle

Aktuell leben über 2000 abgewiesene geflüchtete Personen in den Nothilfe-Lagern in der Schweiz. Die Lebensbedingungen an diesen Orten machen psychisch und physisch krank. Dies bezeugen unzählige Berichte von betroffenen Personen und wird von verschiedenen Studien bestätigt. 

Illustration: Marlen Keller, Luzern – https://marlenkeller.ch/
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Erfolg für #stopdubingreece: Das Bundesverwaltungsgericht pfeift das SEM zurück

Seit einem Jahr behauptet das Staatssekretariat für Migration (SEM), Griechenland sei für geflüchtete Personen sicher. Dublin-Ausschaffungen nach Griechenland seien durchzuführen. Für einmal kam es anders als es das SEM wollte. Das Bundesverwaltungsgericht hat die Beschwerde eines betroffenen Mannes gutgeheissen und seine Ausschaffung gestoppt. In seinem Entscheid betont das BVGer wiederholt die systematischen Mängel im griechischen Asylsystem. Die Gruppe #StopDublinGreece macht seit Monaten auf genau diese Mängel aufmerksam. Der Widerstand hat Erfolg.

Demo #StopDublinGreece in Bern, Mai 2025

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