Soliparty für die Familie von Nesurasa

18. Juni 2022, ab 17:00
Auf dem Wagenplatz Bethlehem, Bern

(Mit dem Postauto bis Melchiorstrasse und dann Wegweiser folgen)

Das Asylregime in der Schweiz tötet. Nesurasa ist einer von vielen, der einen entwürdigenden Helvetizid erfahren musste. Am 15. Februar 2022 wurde er zuletzt gesehen von seinem Zimmermitbewohner, sein Leichnam wurde erst am Freitag darauf auf dem Feld ungefähr 500m vom Rückkehrlager Gampelen entfernt gefunden.

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Asylsymposium: KKS, SEM, EDA, UNHCR? SFH = QGO ≠ NGO

Heute startet an der Fabrikstrasse in Bern das Asylsymposium der Schweizerischen Flüchtlingshilfe (SFH). Das Wort erhalten aber nicht Geflüchtete oder Migrant*innen. Die SFH sucht stattdessen einmal mehr die Nähe zur Verwaltung der Asylmaschinerie und positioniert sich so al quasi-gouvernementale Organisation. Stargäste auf der SFH-Bühne sind nämlich Bundesrätin Karin Keller Suter (KKS), Christine Schraner Burgener vom Staatssekretariats für Migration (SEM) sowie ranghohe Vertreter*innen vom Eidgenössischen Departement für Äusseres (EDA) oder vom UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR). Diskutiert wird über den «Zugang zu Schutz». Doch dieser, so die Kritik von MSN, wird nicht verbessert durch das Verteidigen eines kolonialen Grenzregimes und Frontex. Und auch nicht durch die Mitverwaltung des entrechtenden, zermürbenden, isolierenden Asylregimes.

Quasi-Governemental-Organisation oder Non-Gevernemental-Organisation?
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Kanton Thurgau will bosnische Familie A. kaltblütig ausschaffen

Familie A. lebt seit sieben Jahren in der Schweiz. Das jüngste Kind ist hier geboren, die beiden anderen wären noch Kleinkinder als die Familie aus dem Kosovo floh. Dort erlebten sie als Teil der bosnischen Minderheit und der politischen Arbeit des Vaters und dessen Bruder Diskriminierung. Sie wurden tätlich angegriffen und ihr Haus wurde über über Monate immer wieder in der Nacht von mehreren Männern umstellt, Haus und Fahrzeug wurden beschädigt und Drohungen an die Wohnungswände gesprayt. Trotzdem will der Kanton Thurgau sie nach all den Jahren dorthin abschieben. Das Migrant Solidarity Network fordert das Bleiberecht für Familie A.

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No Frontex! Aufruf an alle interessierten Migrant*innen.

Das Migrant Solidarity Network leistet Widerstand gegen die europäische Grenzpolizei Frontex und sammelt Unterschriften für ein Referendum gegen die Frontex. Wenn wir 50’000 Unterschriften von Stimmberechtigten sammeln, gibt es in der Schweiz eine Abstimmung über diese Frage: Soll die Frontex von der Schweiz jedes Jahr 61 Millionen Franken für Grenzgewalt, Überwachung und Abschiebungen bekommen? Ja oder Nein?

Wegen dem Referendum hat das Migrant Solidarity Network im Moment viel Aufmerksamkeit. Medien wollen mit Migrant*innen über Frontex oder Grenzgewalt, Überwachung, Ausschaffungen sprechen. Journalist*innen stellen oft solche Fragen:

  • Warum seid ihr gegen die Frontex?
  • Was waren negative Erfahrungen mit Frontex?
  • Habt ihr Beispiele oder sogar Beweise, die zeigen, dass die Frontex Gewalt gegen Migrant*innen anwendet oder illegale Sachen macht?
  • Was wollt ihr der Politik in der Schweiz oder Europa sagen?

Hast du oder hat deine Gruppe Antworten auf die Fragen oder Kritik an Frontex, Grenzgewalt, Überwachtung, Abschiebungen? Melde dich gerne bei uns! Wir haben eine Website frontex-referendum.ch, Facebook, Twitter, Instagram und Kontakte zu Journalist*innen.

Wir wollen unbedingt die Stimmen der Migration und ihre Kritik an Frontex hörbar und spürbar machen! Zusammen können wir die Situation verbessern und Diskriminierungen bekämpfen.

So erreichst du uns:
Sende eine E-Mail an info@migrant-solidarity-network.ch.
Schreib uns auf Facebook, Instagram oder Twitter